Sonntag, 10. Juli 2016

Sankt Petersburg

so schlecht, wie der erste Eindruck an der Grenze, ist Russland doch nicht. Die Straßen sind mal ziemlich schlecht und dann wieder sehr gut, genau wie das Wetter. Bis Sankt Petersburg sind es für mich drei Etappen und jeden Tag werde ich vom Regen durchnäßt. Für beide Nächte und auch in St. Petersburg habe ich Zimmer über booking.com gebucht. 

Erste Nacht in einem Hostel in Vyborg und am zweiten Tag übernachte ich, 100km vor St. Petersburg, auf einem Bauernhof. Genau genommen auf einer Straußenfarm. Es war nicht so einfach diesen Hof zu finden und als ich davor stand, habe ich auch erstmal gezweifelt, dass dies ein Gasthaus ist. Es sah zunächst sehr verlassen dort aus. In einem der Gebäude brannte aber Licht und man erwartete mich dort schon. 



 

Hinter der etwas in die Jahre gekommenen Fassade fand sich dann aber tatsächlich ein Gasthaus mit einigen Zimmern, WC, warmer Dusche und einem Restaurant. Ich war mal wieder der einzige Gast, habe aber trotzdem ein Abendessen bekommen. Der Holzofen im Restaurant wurde extra angefeuert und sorgte für wohlige Wärme und dafür, dass meine nassen Sachen bis am nächsten morgen alle trocken waren. In St. Petersburg bin ich im Laika Hostel untergebracht. Ein kleines und günstiges Hostel mitten im Zentrum. 

Etwas überrascht bin ich am nächsten Tag, bereits nach 35km das Ortsschild zu erreichen. Von hier sind es allerdings noch ca. 70km bis ins Zentrum, die ich teilweise durch Regen und Großstadtverkehr zurücklegen muss. 







 

Zunächst geht es 30km auf einem Radweg parallel zur Straße entlang der Ostseeküste. Badestrände und Strandhotels liegen entlang des Wegs bis das Stadtgebiet anfängt und ab hier wird es chaotisch. Ich fahre bei strömenden Regen auf 4-spurigen Zubringern. Die russischen Autofahrer, so sagt es der Reiseführer von booking.com, sind nicht die freundlichsten. Als Radfahrer ist man hier nicht besonders beliebt ist auch mein Eindruck. Im Stadtkern quetsche ich mich durch den Feierabendverkehr, mal auf der Straße, mal auf dem Gehweg. Klingeln auf den Geh/Radweg nützt hier übrigens nichts, man wird nur wahrgenommen wenn man laut ruft. 

Die nächsten Tage habe Glück mit dem Wetter und nehme mir drei Tage Zeit um die Stadt zu erkunden. Am ersten Tag eine Kennenlernrunde, die sich dann aber doch bis spät in die Nacht hinzieht, da ich vor lauter fantastischen Fotomotiven kein Ende finde.






 

 

Am zweiten Tag dann Shopping und Stadtrundfahrt und am Sonntag führt mich ein Guide durch die Eremitage und die Isaakkathedrale. Beides natürlich Highlights der Stadt und entsprechend überlaufen von Besuchern. 

Die Eremitage, als eins der größten Kunstmuseen der Welt, zeigt hunderte von Gemälden und andere Exponate. Mich interessiert allerdings mehr die Architektur und Raumgestaltung, die mich, trotz der vielen Besucher, sehr beeindruckt. Tatiana, eine sachkundige Studentin und offizieller Guide, kann mir viele Hintergründe zur Geschichte der Eremitage mitgeben.









Kommentare:

  1. Hallo Klaus,
    wieder einmal tolle Fotos! Und wieder eines, das wir wieder erkennen - das Ortsschild. Wie schon den Campingplatz in Lieksa, den hatte ich auch sofort erkannt! Gut, dass Du Dir für diese interessante Stadt Zeit genommen hast!
    Wir wünschen Dir weiterhin alles Gute und hoffentlich besseres Wetter! Auf unserer Tour ist es jetzt in Weißrussland ebenfalls wechselhaft, aber von Regen blieben wir bislang trotzdem weitgehend verschont. In den nächsten Tagen werden wir Litauen erreichen.
    Beste Grüße von Mary und Pit (radweltreisen.de)

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    1. Hallo Mary und Pit, das mit dem Wetter hat geklappt. In SPb hatte ich schönes Wetter und könnte auch die "weißen Nächte" erleben. Morgen werde ich in Estland einrollen. Bis Litauen hab ich aber noch ein Stück. Da werden wir uns knapp verpassen. Ich habe mir letztens euren Blog durchgelesen. Eure Route durch Polen finde ich interessant. Ich werde nicht soviel Zeit haben, sonst schaffe ich es nicht schneefrei durch Bulgarien.
      Ich wünsche euch auch noch tolle Tage mit Sonnenschein und Rückenwind.
      Gruß, Klaus

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  2. Hallo Klaus,
    ganz schön mutig bei dem Verkehr in St.Petersburg, selbst auf dem Wasser, Ostsee und den Kanälen, ist immer rush-hour.
    Könnte Dir noch Katharinen-Palast und Bernsteinzimmer in der Nähe empfehlen. KF

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    1. Hi Kalle, bin heute schon wieder raus aus SPb. Morgen soll es regnen und da bin ich lieber heute im Trockenen los. Danke für den Tipp, es gäbe noch einiges zu sehen in dieser tollen Stadt, muss ich dann beim nächsten mal machen.

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